E-Scooter und Sicherheitsprobleme in Städten
E-Scooter sorgen seit einiger Zeit für viel Gesprächsstoff. Seit sich diese Form der Mikromobilität in den Städten verbreitet, steht sie vor mehreren Herausforderungen – insbesondere bei der Sicherheit.
Noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit erhielten diese Probleme, als Paris im September des Vorjahres den Verleih von E-Scootern verbot. Nun „folgt“ die spanische Stadt Valencia dem Beispiel der französischen Hauptstadt, geht dabei allerdings anders vor.
Leistungsprüfstände für die „Jagd“ auf E-Scooter
In Valencia ist die Zahl der Unfälle mit E-Scootern deutlich gestiegen. Laut der örtlichen Polizei waren diese Fahrzeuge 2023 an mehr als 900 Unfällen beteiligt; 2018 waren es noch 478.
Ein Teil des Problems liegt in Umbauten an den E-Scootern. Dadurch können sie die elektronische Begrenzung von 25 km/h überwinden, die für diese Fahrzeuge als Höchstgeschwindigkeit gilt.
Um gegen die wachsende Zahl manipulierter E-Scooter vorzugehen, hat sich die Polizei von Valencia mit tragbaren Leistungsprüfständen ausgestattet. Der innovative „E-Scooter-Jäger“ entstand in Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Universität Valencia und kann rasch ermitteln, welche Leistung und Geschwindigkeit ein E-Scooter erreicht.
So prüft die Polizei die E-Scooter
Für die Kontrolle stellt ein Polizeibeamter den E-Scooter auf den Leistungsprüfstand und betätigt den Gashebel. Überschreitet das Fahrzeug 25 km/h, kann es stillgelegt werden; dem Lenker droht zudem eine Strafe von 500 Euro.
Die spanischen Behörden wollen nicht nur Umbauten an E-Scootern ahnden. Sie hoffen auch, die Bevölkerung für die damit verbundenen Risiken zu sensibilisieren und zugleich anderen spanischen Städten ein Beispiel zu geben.
Die Regelung in Portugal
In Portugal dürfen E-Scooter laut Gesetz höchstens 0,25 kW Leistung haben und nicht schneller als 25 km/h fahren, um legal zu sein. Die Stadtverwaltung von Lissabon senkte die Höchstgeschwindigkeit jedoch Anfang 2021 auf 20 km/h.
Der Lissabonner Bürgermeister Carlos Moedas erklärte damals, er hätte die Grenze gerne noch niedriger angesetzt. Seiner Ansicht nach habe die „überhöhte Geschwindigkeit“ dieser Fahrzeuge „ein Sicherheitsproblem geschaffen“.
Nach Angaben von DECO Proteste wurden in Portugal 2023 insgesamt 3239 Unfälle und 26 Todesopfer im Zusammenhang mit E-Scootern gezählt.
Quelle: Las Provincias






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