Die Verkehrssicherheit in Spanien tritt in eine neue Phase ein: Katalonien setzt als erste Region des Landes auf ein System zur Geschwindigkeitskontrolle mit künstlicher Intelligenz (KI). Damit folgt die Region dem Beispiel von Ländern wie Deutschland und Frankreich.
Das neue Modell ermöglicht es Fahrzeugen, auf bestimmten Autobahnabschnitten in Spanien unter festgelegten Bedingungen bis zu 150 km/h zu fahren. Damit wird das übliche Tempolimit von 120 km/h überschritten.
Wie die KI das Tempolimit festlegt
Der Ansatz beruht darauf, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht unverändert bleibt. Stattdessen wertet die KI in Echtzeit Faktoren wie Wetter, Verkehrsaufkommen, Fahrbahnzustand, Baustellen, Sicht und sogar die Tageszeit aus. Auf dieser Grundlage bestimmt sie das jeweils sicherste und zweckmässigste Tempolimit.
Die Höchstgeschwindigkeit wird durch die KI somit laufend angepasst. Das System soll zugleich Unfälle verringern, den Kraftstoffverbrauch optimieren, den CO₂-Ausstoß minimieren und Staus vermeiden helfen.
Erste Tests auf der AP-7 in Katalonien
Die spanische Verkehrsbehörde DGT hat bereits mit den ersten Praxistests begonnen. Auf der Autobahn AP-7 bei El Vendrell in Katalonien wird ein Abschnitt getestet, auf dem bis zu 150 km/h ohne Strafe erlaubt sind. Voraussetzung ist, dass die Bedingungen dies zulassen und das System die Geschwindigkeit freigibt.
Wie sieht es in Portugal aus?
Portugal hat bislang keine Anzeichen erkennen lassen, denselben Weg einzuschlagen. Nach den nationalen Vorschriften gilt auf sämtlichen Autobahnen weiterhin eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.






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