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E-Scooter-Unfälle in Portugal: Mehr Unfälle und illegale Umbauten

Mann auf E-Scooter auf Zebrastreifen neben Polizei bei Verkehrskontrolle in städtischer Straße
In diesem Artikel
  1. E-Scooter-Unfälle in Portugal: die Zahlen
  2. Leistungsstärkere E-Scooter
  3. Gesetzliche Grenzwerte für E-Scooter in Portugal
  4. Welche Maßnahmen ergriffen werden

Unfälle mit E-Scootern haben in portugiesischen Städten deutlich zugenommen. Die Behörden nennen dafür zwei Gründe: die steigende Zahl der Fahrzeuge und illegale Umbauten, die die Sicherheit der Nutzenden und der Fußgänger gefährden.

E-Scooter-Unfälle in Portugal: die Zahlen

Im Jahr 2024 wurden 1369 Unfälle mit E-Scootern erfasst. Dabei gab es 58 Schwerverletzte und drei Todesfälle. Allein dieses Jahr registrierte die portugiesische Polizei PSP 663 Unfälle – das sind 525 % mehr als 2019.

Die Nationalgarde GNR verzeichnete ihrerseits 706 Unfälle und damit 29 % mehr als im Vorjahr. Zu den am stärksten betroffenen Bezirken zählen laut den von PSP und GNR veröffentlichten Daten Porto, Lissabon, Setúbal und Faro.

Leistungsstärkere E-Scooter

Nicht nur die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen steigt erheblich: In Portugal sind auch immer mehr illegale E-Scooter unterwegs. Mehrere Fachgeschäfte berichten laut dem portugiesischen Automobilclub ACP von wachsenden Verkäufen von E-Scootern, die schneller als 25 km/h fahren. Bei Worten stiegen die Verkäufe in den vergangenen Jahren im Durchschnitt um fast 50 %. Auch Fnac verzeichnete im Vorjahr einen zweistelligen Trend.

Gesetzliche Grenzwerte für E-Scooter in Portugal

Artikel 112 der portugiesischen Straßenverkehrsordnung besagt, dass nur „E-Scooter mit Elektromotor (…) einem Fahrrad gleichgestellt sind, wenn sie mit einem Motor mit einer maximalen Nenndauerleistung von 0,25 kW ausgestattet sind und eine Höchstgeschwindigkeit auf ebener Fahrbahn von 25 km/h erreichen“.

Derselbe Artikel sieht außerdem vor, dass Personen, die E-Scooter oder Elektrofahrzeuge mit mehr als 0,25 kW Motorleistung oder einer Geschwindigkeit von über 25 km/h fahren, mit 60 bis 300 Euro bestraft werden können.

Welche Maßnahmen ergriffen werden

Den öffentlichen Sicherheitskräften fehlen allerdings weiterhin eigene Geräte, um die Leistung oder die tatsächliche Geschwindigkeit der E-Scooter zu messen. Die nationale Behörde für Straßenverkehrssicherheit ANSR erklärt, dass sie auf das Inkrafttreten einer neuen Rechtsvorschrift für diese leistungsstärkeren Fahrzeuge wartet.

Angesichts der steigenden Unfallzahlen weist der ACP zudem auf die Haftpflichtversicherung hin. Trotz seiner Forderungen schreibt die geltende Straßenverkehrsordnung für diese Fahrzeugart bislang keine solche Versicherung vor.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Expertin für österreichische Hotellerie und touristische Gastfreundschaft. Sie interessiert sich für die Geschichte des Hotel Aldershoff, sein gastronomisches Angebot und Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung.

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