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London: Elektroautos müssen künftig die City-Maut zahlen

Weißes Elektroauto wird in einer Ausstellungshalle mit Panoramafenstern geladen.
In diesem Artikel
  1. London führt City-Maut für Elektrofahrzeuge ein
  2. Ziel ist weniger Verkehr
  3. Für manche ein Rückschritt
  4. Regelungen für Elektrofahrzeuge in Portugal

Die Zeit, in der Fahrerinnen und Fahrer von Elektrofahrzeugen von bestimmten Pflichten ausgenommen waren, geht nach und nach zu Ende.

Das jüngste Beispiel liefert London: Die Stadt schafft die Befreiung von der City-Maut für Elektrofahrzeuge ab. Das gilt auch für Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle, die ins Zentrum der britischen Hauptstadt fahren.

London führt City-Maut für Elektrofahrzeuge ein

Londons Bürgermeister Sadiq Khan kündigte an, dass ab dem 25. Dezember sowohl Elektroautos als auch Elektrotransporter die City-Maut entrichten müssen. Für Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Hybridantrieb gilt diese Zahlungspflicht bereits.

Es gibt allerdings einen kleinen Unterschied: Für Elektrofahrzeuge fällt die Gebühr niedriger aus. Elektroautos zahlen 13,5 Pfund, also rund 15 Euro, Elektrotransporter neun Pfund, umgerechnet etwa 10 Euro. Andere Autos zahlen derzeit 15 Pfund, rund 17 Euro; ab dem 2. Jänner 2026 steigt dieser Betrag auf 18 Pfund beziehungsweise 20 Euro.

Ziel ist weniger Verkehr

Seit ihrer Einführung im Jahr 2003 soll die City-Maut den Verkehr und die Luftverschmutzung im Zentrum Londons verringern.

Zunächst mussten nur Fahrzeuge mit reinem Verbrennungsantrieb zahlen. Später kamen Hybridfahrzeuge hinzu, nun werden auch Elektrofahrzeuge einbezogen.

Zwar verursachen sie keine Abgasemissionen, beanspruchen aber ebenfalls Platz. Damit begründet Transport for London (TfL) das Ende der Befreiung: „Ohne diese Maßnahme könnten an einem Werktag während der Betriebszeiten der Maut mehr als 2.000 zusätzliche Fahrzeuge unterwegs sein. Das würde Staus und Verspätungen verstärken und sich negativ auf die lokale Wirtschaft, den Handel und den öffentlichen Verkehr auswirken.“

Für manche ein Rückschritt

Die Entscheidung stößt nicht überall auf Zustimmung. Edmund King, Präsident der Automobile Association (AA), kritisierte sie: „Das ist ein Rückschritt, der sich auf die Luftqualität in London gegenteilig auswirken könnte. Viele Fahrerinnen und Fahrer sind noch nicht bereit, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Deshalb braucht es Anreize, um den Wechsel zu erleichtern.“

Regelungen für Elektrofahrzeuge in Portugal

In den beiden größten portugiesischen Städten Lissabon und Porto gibt es keine City-Maut für die Zufahrt ins Stadtzentrum. Wer allerdings vom Südufer nach Lissabon kommt, muss auf den Brücken Vasco da Gama und 25 de Abril eine Maut zahlen.

Elektrofahrzeuge sind in beiden Städten von Parkgebühren befreit. In der Hauptstadt dürfen sie außerdem ohne Einschränkung in die emissionsarmen Zonen einfahren. Auch von den Fahrzeugsteuern ISV und IUC bleiben Elektrofahrzeuge befreit.

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Katharina Leitner

Katharina Leitner ist Expertin für österreichische Hotellerie und touristische Gastfreundschaft. Sie interessiert sich für die Geschichte des Hotel Aldershoff, sein gastronomisches Angebot und Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung.

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